Nicht jeder hat ein Gym um die Ecke. Nicht jeder will eines. Und manchmal passt es einfach nicht – der Tag ist zu voll, das Wetter zu schlecht, die Motivation reicht gerade noch bis ins Wohnzimmer, aber nicht bis zur Umkleide.
Die gute Nachricht: Du brauchst kein Fitnessstudio, um fit zu bleiben. Was du brauchst, ist ein bisschen Platz, ein bisschen Zeit und die richtigen Übungen. Der Rest ist optional.
Warum Training zu Hause funktioniert
Home Workouts haben einen schlechten Ruf. Zu leicht, zu unstrukturiert, nichts für ernsthafte Athleten. Das stimmt – wenn du planlos ein paar Hampelmänner machst und das als Training verkaufst.
Mit dem richtigen Ansatz sieht die Sache anders aus.
Training zu Hause ist flexibel. Du bestimmst, wann du anfängst, wie lange du trainierst und ob du dabei Musik hörst oder einen Podcast laufen lässt. Kein Warten auf freie Geräte, keine Anfahrt, keine Öffnungszeiten.
Es ist günstig. Bodyweight-Training kostet nichts. Wer will, investiert in eine Matte, ein paar Widerstandsbänder oder Kurzhanteln. Aber zwingend notwendig ist das nicht.
Und es funktioniert. Dein Körper unterscheidet nicht zwischen einer Kniebeuge im Fitnessstudio und einer Kniebeuge im Wohnzimmer. Widerstand ist Widerstand. Belastung ist Belastung. Die Muskeln wachsen trotzdem.
Was du brauchst
Die Kurzfassung: fast nichts.
Eine Wasserflasche. Bequeme Kleidung. Genug Platz, um dich hinlegen und die Arme ausstrecken zu können. Das war's für den Anfang.
Wer das Training erweitern will, kann sich nach und nach Equipment zulegen: Eine Gymnastikmatte macht Bodenübungen angenehmer. Widerstandsbänder fügen Intensität hinzu, ohne viel Platz zu brauchen. Kurzhanteln oder Kettlebells eröffnen neue Möglichkeiten. Ein Handtuch ist nie verkehrt.
Aber fang einfach an. Das Equipment kommt von allein, wenn du merkst, was dir fehlt.
Der wichtigste Faktor: Regelmäßigkeit
Das beste Workout ist das, das du tatsächlich machst. Klingt banal, ist aber der Kern der Sache.
Zu Hause ist die Versuchung groß, das Training zu verschieben. Morgen passt besser. Nach der Serie. Wenn ich mehr Energie habe. Die Ausreden sind endlos, und niemand kontrolliert dich.
Deshalb: Mach dir einen festen Termin. Trag ihn in den Kalender ein. Behandle ihn wie ein Meeting, das du nicht absagen kannst. Wenn der Termin nicht klappt, verschiebe ihn sofort auf einen anderen Zeitpunkt am selben Tag. Nicht auf morgen. Heute.
Und setz dir Ziele. Nicht vage Vorsätze wie „fitter werden", sondern konkrete Marker. Drei Workouts pro Woche. Zehn saubere Liegestütze am Stück. Fünf Minuten Plank. Etwas, das du messen kannst.
Bevor du loslegst
Ein paar Fragen, die du dir vor jedem Training stellen solltest:
Wie fühlst du dich? Muskelkater vom letzten Mal? Müde? Energiegeladen? Dein Körper gibt dir Hinweise. Hör zu. Wer sich krank fühlt, trainiert nicht – so einfach ist das.
Was willst du heute erreichen? Ausdauer? Kraft? Beweglichkeit? Ein klares Ziel hilft, das richtige Workout zu wählen.
Bist du vorbereitet? Wasser in Reichweite? Genug Platz? Kleidung, in der du dich bewegen kannst? Dann los.

Das Warm-Up: Nicht überspringen
Ein effektives Aufwärmen ist keine Zeitverschwendung. Es bereitet deinen Körper auf die kommende Belastung vor, macht die Gelenke geschmeidig, bringt das Herz-Kreislauf-System auf Touren und reduziert das Verletzungsrisiko.
Fünf bis zehn Minuten reichen. Leichtes Cardio – Hampelmänner, Kniehebelauf, Seilspringen ohne Seil. Danach dynamische Dehnungen: Armkreise, Hüftkreise, Ausfallschritte mit Rotation. Alles, was den Körper in Bewegung bringt, ohne ihn schon zu ermüden.
Wer das Warm-Up überspringt, zahlt später. Vielleicht nicht heute. Aber irgendwann.
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Mehr InformationenCore-Training: Die Mitte stärken
Eine starke Körpermitte ist die Basis für fast alles andere. Sie stabilisiert deine Wirbelsäule, verbessert deine Haltung, schützt vor Rückenschmerzen und macht dich bei anderen Übungen effizienter.
Core-Training braucht keine Geräte. Planks, Crunches, Beinheben, Mountain Climbers, Russian Twists – alles Übungen, die du auf einer Matte oder dem Teppich machen kannst.
Der Schlüssel: Langsam und kontrolliert. Qualität vor Quantität. Zehn saubere Wiederholungen bringen mehr als dreißig schlampige
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Mehr InformationenAusdauer and Stärke
Hast du 15 Minuten Zeit? Trainiere deinen gesamten Körper, kanalisiere deine Ausdauer und Explosivität und werde kreativ mit deinem Training!
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Mehr InformationenGanzkörpertraining: Alles auf einmal
Wer nicht viel Zeit hat, fährt mit Ganzkörper-Workouts am besten. Statt einzelne Muskelgruppen an verschiedenen Tagen zu trainieren, beanspruchst du alles in einer Einheit.
Klassische Übungen dafür: Kniebeugen, Ausfallschritte, Liegestütze, Rudern (mit Widerstandsband oder Wasserflaschen als Gewicht), Planks. Kombiniert als Zirkel – eine Übung nach der anderen, kurze Pausen dazwischen, dann von vorn.
Drei Runden à 15 Minuten, und du hast ein vollständiges Workout. Kein Studio nötig.
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Mehr InformationenKonditionstraining: Das Herz fordern
Ausdauer lässt sich auch auf kleinem Raum trainieren. High-Intensity-Intervalle – kurze, intensive Belastungen mit kurzen Pausen – sind dafür ideal.
Burpees, Jumping Jacks, High Knees, Squat Jumps. 30 Sekunden Vollgas, 15 Sekunden Pause, nächste Übung. Nach zehn Minuten weißt du, was du getan hast.
Wichtig: Vorher ausreichend essen und trinken. Und nachher auch. Intensive Workouts fordern den Körper. Gib ihm, was er braucht
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Mehr InformationenCool-Down: Den Körper runterfahren
Nach dem Training kommt das Dehnen. Nicht optional, nicht „wenn noch Zeit ist". Teil des Workouts.
Statische Dehnungen jetzt – anders als beim Aufwärmen. Jede Position 20 bis 30 Sekunden halten. Oberschenkel, Hüftbeuger, Waden, Schultern, Brust. Alles, was du beansprucht hast.
Die Dehnungen sollten sich leicht unangenehm anfühlen, aber nicht schmerzhaft. Wenn es wehtut, bist du zu weit gegangen.
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Mehr InformationenWas bleibt
Training zu Hause ersetzt nicht alles. Wer schwere Gewichte stemmen will, braucht irgendwann ein Studio oder eine Garage voller Equipment. Wer Schwimmen trainieren will, braucht ein Becken.
Aber für allgemeine Fitness, für Kraftaufbau, für Beweglichkeit und Ausdauer – dafür reicht dein Wohnzimmer völlig aus. Die einzige Ausrüstung, die du wirklich brauchst, ist die Entscheidung, anzufangen.
Also: Wasserflasche holen. Platz schaffen. Loslegen.


